Ausrüstung für Touren

Der wichtigste Ausrüstungsgegenstand ist natürlich das Zelt - wir empfehlen ein gutes Leichtgewichtszelt, da für Hauszelte, außer natürlich auf Campingplätzen, der Platz fehlt. Wenn sie ohne größere Umstände selbst auf nacktem Fels noch zelten wollen, dann muss es ein Kuppelzelt sein, da dieses auch ohne Heringe steht - allerdings muss in der Regel das Innenzelt zuerst aufgebaut werden, was bei Regen nicht unbedingt ein Vorteil ist.
Aus unserer Sicht ist ein Tunnelzelt die beste Wahl in Bezug auf Geräumigkeit, Komfort, Belüftung und Aufbau. Bei Tunnelzelten ist das Innenzelt mit dem Überzelt verbunden, so dass beide zusammen aufgestellt werden - bei Regen bleibt so das Innenzelt trocken. Außerdem gibt es Tunnelzelte mit verlängerten Apsiden, die es besonders bei schlechtem Wetter erlauben, im Zelt zu kochen. Gute Zelte dieser Bauart gibt es von Tatonka und Jack Wolfskin - die Spitzenzelte kommen von Helsport aus Norwegen oder natürlich vom besten Zeltfabrikanten der Welt, namentlich Hilleberg.
Des weiteren benötigen sie einen guten und warmen Schlafsack, der für Temperaturenbereiche zischen 5 und 10 Grad Minus geeignet ist. Ob sie einen Daunen- oder Kunstfaserschlafsack favorisieren ist eine Frage des Einsatzgebietes und natürlich auch des Geldes. Bei Kanutouren würden wir einen Kunstfaserschlafsack bevorzugen, da dieser, falls er einmal nass werden sollte, trotzdem wärmt und auch schneller wieder trocknet und somit einsatzbereit ist. Ansonsten ist der Komfort eines Daunenschlafsackes nicht zu übertreffen - allerdings reagieren diese nicht sehr gut auf Feuchtigkeit.
Für die Wahl der Isomatte gibt es nur zwei Kriterien - entweder Gewicht oder Komfort. Wer Komfort vorzieht sollte zu einer selbstaufblasenden Matte greifen, die es von Therm-a-Rest und von Jack Wolfskin in besonders leichten Ausführungen gibt, die trotzdem hervorragenden Liegekomfort bieten (700 bis 900 Gramm). Wer dem Gewicht den Vorzug gibt, der sollte eine geschlossenzellige Isomatte wählen. Auf unebenem Untergrund ist der Liegekomfort aber äußerst mager.
Unser aller Lieblingskocher ist und bleibt trotz starker Konkurrenz von Benzin- und Gaskochern der legendäre Sturmkocher von Trangia, der einen überragenden Nutzwert hat, da er auf kleinstem Raum zu verpacken ist und alle Töpfe und sogar der Wasserkessel samt Brenner ineinandergestapelt werden können. Außerdem ist er leicht und für fast alle Situationen optimal geeignet. In der Zwischenzeit gibt es auch einen Gaseinsatz für diesen Kocher, der die Kochzeit verkürzt.
Regenkleidung sollte möglicht hochwertig sein - wir schwören auf Fjällräven, Mammut oder Jack Wolfskin. Gore-Tex Kleidung ist durch die hohe Atmungsaktivität anderer vorzuziehen, auch wenn deren Preis deutlich höher liegt - außerdem spart man eine zusätzliche Jacke ein, da Gore-Tex nicht zu dick ist und so eine zusätzliche leichte Jacke überflüssig wird.
An persönlicher Kleidung sollten Fleece-Kleidungsstücke, T-Shirts, Hemden und Pullover auf jeden Fall in den Rucksack. Das Fleecematerial wärmt auch noch in nassem Zustand, ist sehr leicht und trocknet extrem schnell. Es ist also ideal für jegliche Freiluftaktivität.
Das Wichtigste für Touren ist natürlich der Rucksack. Je besser die Qualität ist, umso leichter können sie ihre Lasten transportieren. Die Firma Larca-Sport bietet hervorragende Rucksäcke an, die dort in eigener Regie gefertigt werden. Des weiteren sind die Rucksäcke von Lowe, Jack Wolfskin und natürlich der Firma Gregory absolute Spitzenklasse. Rucksäcke unter 70 Litern Inhalt sind nicht zu empfehlen, da die Ausrüstung für mehrere Tage auch einen entsprechend großen Platzbedarf hat.
Weitere Dinge die sie nicht vergessen sollten sind eine Rucksack-Regenhülle, dieunbedingt erforderlich ist, da bei stundenlangem Regen - was ja auch mal vorkommen soll - jeder Rucksack an den Nähten Wasser durchlässt. Sturm- und wasserdichte Streichhölzer für den Fall der Fälle sind ebenfalls empfehlenswert. Ansonsten gibt ihnen unsere Packliste und Packempfehlung weiter unten die restlichen Informationen und Anhaltspunkte.

Packliste und Packempfehlung:

  • Rucksack

  • Rucksackregenhülle

  • Karte mit Kartenhülle

  • Kompass, Stift

  • Fahrtenmesser

  • Taschenlampe - im Hochsommer nicht erforderliche wegen der Mitternachtssonne

  • Zelt

  • Isomatte

  • Schlafsack

  • Seife, Zahnpasta, Zahnbürste, Handtuch

  • Spülmittel, Geschirrtuch, Ako-Pads

  • Streichhölzer

  • Spirituskocher o.ä. und pro Person und Woche 1 Liter Spiritus

  • Besteck, Trinkbecher bzw. Kuksa, Teller

  • Beutel für Kleinkram

Ausrüstung für Sommertouren:

  • Gummistiefel oder Gore-Tex Stiefel

  • Socken und ausreichend Ersatzsocken

  • Lange Hosen

  • Kurze Hose - fürs waten und bei Hitze

  • Hemd und Ersatzhemd - am besten Fleece

  • T-Shirts - am besten Coolmax

  • Fleecepulli

  • wind- und wasserdichte Jacke

  • Mütze

  • Handschuhe - sehr wichtig bei Wind und Regen

  • Halstuch - zur Wärmeregulierung an der Jacke

  • Turnschuhe zum Waten und für den Abend

  • Unterwäsche und Ersatz

  • Schlafkleidung

  • lebensnotwendig ist auch MÜCKENMITTEL

  • Erste Hilfe-Ausrüstung und Medikamente – elastische Binde, Notverband, Kompressen, Pflaster, Hautsalbe, Desinfektion, Sonnencreme und Lippenbalsam (Zinksalbe), Schmerztabletten, kleine Schere, Fieberthermometer, Mittel gegen Durchfall, Fieberzäpfchen, ...

Ausrüstung im Wintertouren:

  • Skischuhe

  • jede Menge dicke und dünne Socken

  • Gamaschen

  • Skihosen - weit und dicht, damit noch was drunter passt

  • Fleecehemden mit Ersatz

  • Fleecepullover ohne Rollkragen

  • Sitzunterlage

  • Skimütze mit Schutz für Ohren, Stirn und Nacken

  • Überhandschuhe aus Gore-Tex

  • Fäustlinge mit Ersatz

  • Wollhalstuch

  • Windhosen aus Gore-Tex

  • Anorak aus Gore-Tex mit guter Kapuze

  • Füßlinge fürs Zelt

  • Unterwäsche und Ersatz

  • Schlafkleidung

  • Sonnenbrille mit Seitenschutz (Gletscherbrille)

  • Sonnenschutzmittel und Sunblocker

  • Wachs Fangriemen für die Skier

  • Lawinenschnur und Piepser

  • Schneespaten

  • pro Team 1 Windsack als Sturmschutz für 3 Personen

Und für alle Touren gilt: immer genügend Nahrungsmittel mitnehmen und dabei ein paar Reservetage mit einplanen - falls das Wetter ein Weiterkommen unmöglich macht, denn

Es ist besser, in diesem Leben einen Tag zu spät zu kommen, als in ein anderes 50 Jahre zu früh.

 

 
(C) 2000 by Lappland-Crew - Last updated 18.05.2004